Jupiter Exchange stoppt JUP-Rückkäufe und setzt nach 70 Mio. USD erfolgloser Preisstabilisierung auf Wachstum
Schneller Überblick
- Jupiter gab über 70 Millionen US-Dollar für Rückkäufe von JUP-Token aus und nutzte dafür 50 % der Protokollgebühren, dennoch fiel der Preis um fast 89 % von seinem Höchststand auf einen Bereich von 0,20–0,22 US-Dollar.
- Monatliche Freischaltungen von 53 Millionen JUP bis Juni 2026 überstiegen die Rückkaufbemühungen, wodurch trotz hoher Handelsvolumina ein stetiger Verkaufsdruck entstand.
- Das Kernteam reduzierte den für 2026 geplanten Airdrop von 700 Millionen auf 200 Millionen JUP-Token; Mitbegründer Siong Ong schlägt vor, die Mittel auf Nutzerprämien und Entwicklung umzuleiten.
Jupiter Exchange führte im Laufe von 2025 ein aggressives Rückkaufprogramm durch und verwendete etwa die Hälfte der eigenen Gebühreneinnahmen für den Rückkauf von JUP-Token. Das Programm wickelte Transaktionen in Milliardenhöhe ab, doch half dies dem Preis nicht, da das Token-Angebot weiterhin schnell anstieg. Seit dem Start ist das zirkulierende Angebot um 150 % gestiegen, da die geplanten Freischaltungen schneller erfolgten als die Rückkäufe, was den Preis weiter nach unten drückte.
Solana-Mitbegründer Anatoly Yakovenko wies darauf hin, dass solche Modelle bei hoher Token-Emission eher für langfristige Kapitalstrategien als für kurzfristige Rückkäufe geeignet sind. Mitbegründer Siong Ong löste eine Community-Debatte aus, indem er die Effektivität des Rückkaufs in Frage stellte und vorschlug, sich stärker auf Plattformanreize zu konzentrieren.
Protokolle sollten das Geld eigentlich für einen zukünftigen Rückkauf aufbewahren. Das würde dazu führen, dass alle Freischaltungen zum künftig erwarteten Preis nach dem Rückkauf gehandelt werden.
— toly 🇺🇸 (@toly) 4. Januar 2026
Trotz der Aktivitäten der Börse deutete die Kursentwicklung des JUP-Tokens auf Schwierigkeiten hin. Anfang Januar 2026 wurde JUP rund um 0,20–0,22 US-Dollar gehandelt, ein Rückgang von fast 89 % gegenüber dem Höchststand. Dieser deutliche Rückgang wurde in erster Linie auf das schnelle Wachstum des Angebots zurückgeführt, nicht auf eine mangelnde Nutzung der Plattform.
Das Kernproblem ist, dass das zirkulierende Angebot von JUP seit dem Start um etwa 150 % gestiegen ist. Da die Token-Freischaltungen weiterhin nach festem Zeitplan erfolgen, war das Rückkaufprogramm weitgehend wirkungslos und glich nur einen kleinen Teil der neu freigegebenen Token aus.
Angesichts der geplanten monatlichen Freischaltung von etwa 53 Millionen JUP bis Juni 2026 ist ein anhaltender Verkaufsdruck unvermeidlich, unabhängig von der Leistung des Protokolls. Ong erkannte an, dass Rückkäufe in diesem Zusammenhang nur als kurzfristiger Puffer und nicht als nachhaltiger langfristiger Stützmechanismus dienen. Folglich argumentierte er, dass eine fortgesetzte Kapitalzuteilung für Rückkäufe ineffizient sei, und schlug stattdessen eine strategische Neuausrichtung auf Wachstumsanreize vor.
Solana-Ökosystem spürt die Auswirkungen
Das Umdenken kommt, während Jupiter eine enorme Solana-Aktivität abwickelt, einschließlich jüngster Anstiege bei der Tokenisierung realer Vermögenswerte, wie in jüngsten Berichten vermerkt. Die Community ist gespalten: Einige unterstützen Rückkäufe zur Ausrichtung, andere wollen den Fokus auf Wachstum legen. Das spiegelt einen breiteren Trend bei Solana wider, wo Projekte versuchen, hohen Durchsatz mit Token-Ökonomie in Einklang zu bringen – insbesondere da immer mehr Institutionen wie Galaxy Digital die Blockchain für Abwicklungen nutzen.
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