Anfang 2026 könnten sich laut JPMorgan für bitcoin-Miner günstige Bedingungen ergeben, da die Hashrate sinkt und die Rentabilität steigt.
JPMorgan: Bitcoin-Miner und Rechenzentren starten mit erneuter Stärke ins Jahr 2026
Laut JPMorgan sind sowohl Bitcoin-Miner als auch Betreiber von Rechenzentren dank verbesserter Branchenfundamentaldaten, die dem Sektor in den kommenden Monaten zugutekommen könnten, mit gestärkter Position ins Jahr 2026 gestartet.
In einem aktuellen Bericht vom Januar gab die Bank bekannt, dass die 14 von ihr beobachteten, in den USA börsennotierten Mining- und Rechenzentrumsunternehmen in der ersten Jahreshälfte gemeinsam 13 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung hinzugewonnen haben, wodurch ihr Gesamtwert auf etwa 62 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.
Diese positive Entwicklung wurde einem leichten Anstieg des Bitcoin-Preises sowie einer Verringerung der Netzwerk-Hashrate zugeschrieben, die den Wettbewerb unter den Minern entspannte.
Die Analysten Reginald Smith und Charles Pearce stellten fest: „Im Mining-Bereich stieg der Tagesertrag pro Exahash, da Bitcoin moderate Preissteigerungen verzeichnete und die durchschnittliche Netzwerk-Hashrate gegenüber Ende Dezember zurückging.“
In diesem Zeitraum stiegen die täglichen Einnahmen pro Exahash, und die gesamten Mining-Margen verbesserten sich gegenüber Dezember um etwa 3 Prozentpunkte und erreichten rund 47 %. Der Hashprice – ein wichtiger Indikator für die Rentabilität des Minings, der auch Transaktionsgebühren berücksichtigt – lag von Ende Dezember bis Mitte Januar um 11 % höher.
Bitcoin-Miner expandieren zunehmend in die Bereiche künstliche Intelligenz und High-Performance Computing (HPC), um ihre Einkommensquellen über die traditionellen Blockbelohnungen hinaus zu diversifizieren, was sich als bedeutender Profitabilitätstreiber herauskristallisiert.
Mit Blick auf die Zukunft wiesen die Analysten darauf hin, dass der anhaltende Rückgang der Netzwerk-Hashrate den Sektor weiterhin unterstützen könnte. JPMorgan schätzt, dass die durchschnittliche Netzwerk-Hashrate in der ersten Januarhälfte um etwa 2 % gesunken ist und weiterhin deutlich unter den Oktoberwerten liegt. Sollte dieser Trend anhalten, könnte dies dazu beitragen, höhere Einnahmen pro Recheneinheit zu sichern.
Die Hashrate repräsentiert die gesamte Rechenleistung, die zum Mining und zur Validierung von Transaktionen auf einer Proof-of-Work-Blockchain eingesetzt wird, gemessen in Exahashes pro Sekunde.
Die Analysten warnten jedoch, dass der Ertrag pro Exahash weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau liegt, was die Notwendigkeit weiterer Effizienzsteigerungen und eines umsichtigen Kapitalmanagements unterstreicht.
US-Miner erweitern Kapazitäten und globalen Einfluss
Das Kapazitätswachstum unter den börsennotierten US-Minern bleibt ein zentraler Trend. JPMorgan schätzt, dass diese Unternehmen seit Ende November etwa 12 Exahash an Kapazität hinzugefügt haben, wobei Bitdeer (BTDR) und Riot Platforms (RIOT) an der Spitze stehen. Diese Expansion hat die gesamte Hashrate der in den USA gelisteten Miner auf rund 419 Exahash erhöht, was etwa 41 % des globalen Netzwerks entspricht – ein Rekordhoch. Die Bank sieht darin eine Bestätigung für die wachsende strategische Rolle der börsennotierten Miner im weltweiten Mining-Umfeld.
Der Bericht von JPMorgan kommt zu dem Schluss, dass steigende Rentabilität, geringerer Wettbewerb und Bewertungen, die hoch aber nicht überzogen sind, im Verlauf des Jahres 2026 ein günstigeres Umfeld für den Sektor schaffen – insbesondere, wenn die Bitcoin-Preise stabil bleiben und sich die Netzwerkbedingungen weiter stabilisieren.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Ethereum: Buterin enthüllt wichtige bevorstehende Reformen

Samsung wird Rekord-Boni auszahlen, da der KI-Boom zu Gewinnen führt
Bitcoin gewinnt an Zugkraft, da die ETF-Nachfrage steigt

Die Bank of England äußert Bedenken, da Hedgefonds-Positionen in Staatsanleihen 100 Milliarden Pfund erreichen
