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Eine ungewisse Zukunft für US-Banken angesichts des Aufstiegs bezahlter Stablecoins

Eine ungewisse Zukunft für US-Banken angesichts des Aufstiegs bezahlter Stablecoins

CointribuneCointribune2026/01/16 08:23
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Von:Cointribune

Was wäre, wenn die nächste Bedrohung für traditionelle Banken nicht von einer Wirtschaftskrise, sondern von einer einfachen Innovation bei Stablecoins ausginge? Brian Moynihan, CEO der Bank of America, warnt davor, dass der Aufstieg von verzinsten Stablecoins einen massiven Abfluss von Bankeinlagen auslösen könnte und damit das Gleichgewicht des amerikanischen Finanzsystems stören würde. Dieses beunruhigende Szenario für traditionelle Institute könnte ihre Rolle als Kreditgeber durch diese neue Form digitaler Konkurrenz erheblich beeinträchtigen.

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Kurz gefasst

  • Brian Moynihan, CEO der Bank of America, warnt vor dem Risiko von Einlagenabflüssen zugunsten verzinster Stablecoins.
  • Der Aufstieg von verzinsten Stablecoins könnte zu massiven Abhebungen amerikanischer Bankeinlagen führen.
  • Der Verlust an Liquidität könnte die Kreditvergabekapazität der Banken verringern und dadurch die Kreditkosten erhöhen.
  • Die im Senat diskutierte Gesetzgebung könnte die Zukunft verzinster Stablecoins beeinflussen.

Einlagenabfluss: Warnung vom CEO der Bank of America

Während einer kürzlich stattgefundenen Gewinnmitteilung sprach Brian Moynihan, CEO der Bank of America, eine deutliche Warnung aus: Wenn Emittenten von Stablecoins Zinsen anbieten dürften, könnte dies einen massiven Abzug von Einlagen aus dem amerikanischen Bankensystem verursachen.

„Diese Produkte würden Geldmarktfonds deutlich ähneln“, sagte er und bezog sich damit auf Instrumente, die durch Bargeld oder Staatsanleihen gedeckt sind, aber nicht zur Kreditfinanzierung dienen.

Moynihan schätzte auf Grundlage von Studien, auf die das US-Finanzministerium verweist, dass bis zu 6 Billionen Dollar an Einlagen zu diesen verzinsten Stablecoins abwandern könnten, was die Stabilität der Bankfinanzierung direkt gefährden würde.

Dieses Szenario hätte mehrere unmittelbare und tiefgreifende Folgen für die amerikanische Wirtschaft, insbesondere:

  • Eine deutliche Verringerung der Kreditvergabekapazität der Banken, insbesondere jener, die stark auf Einlagen zur Finanzierung ihrer Aktivitäten angewiesen sind;
  • Ein Anstieg der Kreditkosten für Haushalte und Unternehmen, bedingt durch die Knappheit der im Bankensystem verfügbaren Liquidität;
  • Eine überproportionale Auswirkung auf KMU, die nur begrenzten Zugang zu den Kapitalmärkten haben und hauptsächlich auf traditionelle Bankkredite angewiesen sind;
  • Ein erhöhtes systemisches Risiko, falls Einlagenströme ohne einen regulatorischen Rahmen zur Steuerung dieser neuen Finanzprodukte beschleunigt abfließen.

All diese Auswirkungen spiegeln eine Sorge wider, die von traditionellen Bankinstituten geteilt wird, welche die Entstehung direkter Konkurrenz zu ihren Einlagengeschäften durch Stablecoins fürchten – einem Bereich, der bisher weitgehend geschützt war.

Regulatorische Spannungen und Branchendiskussionen rund um Stablecoins

Über die wirtschaftlichen Erwägungen hinaus haben politische Blockaden rund um den CLARITY Act die Spannungen neu entfacht.

Dieses Gesetzesvorhaben, das einen regulatorischen Rahmen für Kryptos schaffen soll, wurde vom Bankenausschuss des Senats erneut vertagt, offiziell um neuen parteiübergreifenden Austausch zu ermöglichen. Die Gräben verlaufen jedoch tief, insbesondere bezüglich der Möglichkeit für Stablecoin-Emittenten oder Plattformen, Renditen anzubieten.

Auch innerhalb der Kryptoindustrie selbst ist die Spaltung offensichtlich. Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, erklärte, dass die Plattform ihre Unterstützung für das Gesetz zurückziehen könnte, da die aktuelle Version den Banken einen Vorteil verschaffe, indem sie es ihnen ermögliche, „Belohnungen auf Stablecoins zu verhindern“.

In einem Beitrag auf X behauptete Armstrong, das Gesetz würde, wie es derzeit formuliert ist, den Banken die Macht geben, jede Form von Konkurrenz zu blockieren, und fügte hinzu, „es ist besser, überhaupt kein Gesetz zu haben, als ein schlechtes Gesetz“. Im Gegensatz dazu ruft Chris Dixon, geschäftsführender Partner bei a16z Crypto, dazu auf, den CLARITY Act trotz seiner Unvollkommenheiten zu unterstützen und betont, dass regulatorischer Fortschritt unerlässlich sei, damit die Vereinigten Staaten Land der Krypto-Innovation bleiben.

Während die Bank of America vor den Risiken verzinster Stablecoins warnt, fordert JPMorgan deren Regulierung zum Schutz der Integrität des Bankensystems. Diese Debatte über die Krypto-Regulierung könnte die Zukunft des Finanzwesens neu definieren, wobei die Grenze zwischen Innovation und Sicherheit zunehmend verschwimmt.

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