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46 Mrd. USD fließen in ETF, aber Bitcoin kämpft

46 Mrd. USD fließen in ETF, aber Bitcoin kämpft

CointribuneCointribune2026/01/15 00:23
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Von:Cointribune

Zu Beginn des Jahres 2026 zeigt sich an den Märkten ein auffälliger Kontrast: Traditionelle Fonds verzeichnen Rekordzuflüsse, während Bitcoin-ETFs an Dynamik verlieren. Diese Divergenz, die alles andere als anekdotisch ist, könnte auf eine strategische Neuausrichtung institutioneller Investoren hindeuten, die zwischen der Suche nach Stabilität und anhaltendem Misstrauen gegenüber Kryptowährungen schwanken. In einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld verschärfen sich die Arbitragen und definieren die Allokationsprioritäten neu. Bitcoin, lange als alternatives sicherer Hafen-Asset angepriesen, scheint nun von Portfoliomanagern in den Hintergrund gedrängt zu werden.

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Kurz zusammengefasst

  • Bitcoin-ETFs starten 2026 in einem unsicheren Klima, mit lediglich 660 Millionen Dollar an Nettozuflüssen seit Jahresbeginn.
  • Nach vier Verlusttagen wurde am 13. Januar eine technische Erholung von 753 Millionen Dollar verzeichnet, ohne den zugrunde liegenden Trend umzukehren.
  • Die monatlichen Zuflüsse in Bitcoin-ETFs sind seit Juli 2025 stark zurückgegangen, von +6 Milliarden Dollar auf -1,09 Milliarden Dollar im Dezember.
  • Gleichzeitig verzeichneten traditionelle ETFs in nur sechs Tagen einen Rekordzufluss von 46 Milliarden Dollar.

Ein volatiler Jahresauftakt für Bitcoin-ETFs

Der Jahresbeginn verdeutlicht die anhaltende Volatilität von Bitcoin-ETFs. Nach Daten von Farside Investors verbuchten diese börsengehandelten Produkte am Dienstag, den 13. Januar, Zuflüsse von 753 Millionen Dollar – der zweite Tag in Folge mit Erholung nach vier negativen Sitzungen.

Diese Erholung erfolgt inmitten von Unsicherheit, da Investoren Mühe haben, die Dynamik aus der ersten Jahreshälfte 2025 wiederzuerlangen. Trotz dieses temporären Aufschwungs bleiben die kumulierten Zuflüsse im laufenden Jahr mit 660 Millionen Dollar seit dem 1. Januar bescheiden. Diese Zahl liegt deutlich unter früheren Höchstständen und spiegelt einen schrittweisen Rückzug institutioneller Investoren wider.

Der zugrunde liegende Trend hat sich in den vergangenen sechs Monaten deutlich umgekehrt, wie die Entwicklung der monatlichen Zuflüsse zeigt:

  • Juli 2025: fast 6 Milliarden Dollar Nettozuflüsse in Bitcoin-ETFs;
  • Dezember 2025: 1,09 Milliarden Dollar Nettoabflüsse und damit der Tiefpunkt der zweiten Jahreshälfte;
  • Januar 2026: 660 Millionen Dollar Nettozuflüsse, trotz zweier technischer Erholungstage.

Dieser schrittweise Rückgang der Dynamik lässt sich durch mehrere Faktoren erklären: erhöhte Volatilität am Kryptomarkt zum Jahresende, das Fehlen klarer makroökonomischer Auslöser sowie anhaltende regulatorische Unsicherheiten.

Hinzu kommt eine verstärkte Vorsicht der Investoren, die offenbar die Positionierung bei bitcoinbezogenen Produkten verlangsamt, trotz des temporären Zuflusses der letzten 48 Stunden.

Zwischen strategischer Akkumulation und Warnsignalen

Während Bitcoin-ETFs Schwierigkeiten haben, wieder an Fahrt zu gewinnen, verzeichnen traditionelle Anlageprodukte einen außergewöhnlichen Jahresstart.

Laut Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg, zogen traditionelle ETFs innerhalb von nur sechs Tagen Zuflüsse in Höhe von 46 Milliarden Dollar an – ein Tempo, das viermal höher ist als der historische Durchschnitt. „ETFs verzeichneten in den ersten sechs Tagen des Jahres 46 Milliarden Dollar an Zuflüssen, ein ungewöhnlich hohes Niveau für einen Jahresanfang. Sollte dieses Tempo beibehalten werden, würden sie im Monat auf 158 Milliarden Dollar kommen, etwa das Vierfache des üblichen Durchschnitts“, erläuterte er in einem Beitrag auf X.

Dieser Ansturm auf traditionelle Produkte spiegelt eine massive Neupositionierung der Investoren auf als stabiler oder berechenbarer angesehene Vehikel wider – im deutlichen Kontrast zur strukturellen Volatilität von Kryptos.

In diesem Umfeld versuchen einige Kryptoprodukte dennoch, sich abzuheben. Ether-ETFs verzeichneten am Dienstag Nettozuflüsse von 130 Millionen Dollar und kommen damit seit Jahresbeginn auf insgesamt 240 Millionen Dollar.

Gleichzeitig zeigen Solana-ETFs ein stetiges Wachstum mit 67 Millionen Dollar kumulierten Nettozuflüssen im Jahr 2026. Doch führende, versierte Investoren schlagen einen anderen Kurs ein. Nach Angaben von Nansen halten diese Investoren mehr Short-Positionen auf bitcoin, mit 122 Millionen Dollar an Short-Positionen. Bullishe Wetten konzentrieren sich nur auf wenige spezifische Assets wie Ether, XRP, Zcash oder die Memecoin PUMP, was auf eine extreme Selektivität im unsicheren Marktumfeld hindeutet.

Während bitcoin die Marke von 95.000 Dollar überschreitet, bleibt die Frage nach seinem Platz in institutionellen Portfolios offen. Zwischen ETF-Rückzug und strategischer Akkumulation im Hintergrund zeichnen die Marktsignale eine stille Umstrukturierung, bei der Vorsicht nicht mehr zwangsläufig Rückzug bedeutet, sondern eine Neupositionierung.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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