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Die Wall Street gibt Adobe auf, da das Unternehmen zum Paradebeispiel für die Angst vor KI-Störungen wird

Die Wall Street gibt Adobe auf, da das Unternehmen zum Paradebeispiel für die Angst vor KI-Störungen wird

CointelegraphCointelegraph2026/01/14 01:50
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Von:Cointelegraph

Die Wall Street hat das Vertrauen in Adobe verloren. Analysten sind besorgter über den Kreativsoftware-Hersteller als seit über einem Jahrzehnt, da sich die Sorgen mehren, ob das Unternehmen in der KI-Ära mithalten kann.

Oppenheimer hat seine Bewertung für Adobe-Aktien am Dienstag auf „Perform“ gesenkt. Dies ist nur die jüngste Herabstufung in einer ganzen Reihe. Analysten befürchten, dass das Unternehmen Schwierigkeiten haben wird, gegen Konkurrenten wie OpenAI zu bestehen, die es den Nutzern ermöglichen, Bilder und Videos einfach durch Texteingabe zu erstellen.

All diese Herabstufungen haben die Konsensbewertung von Adobe auf 3,91 von 5 gedrückt. Das ist der niedrigste Stand seit 2013. Die Zahl ergibt sich aus der Betrachtung, wie viele Analysten zum Kauf, Halten oder Verkauf raten.

Brian Schwartz von Oppenheimer listete mehrere Probleme auf, die seiner Meinung nach der Aktie in diesem Jahr schaden werden. Das Geschäftsumfeld ist schwierig, da Unternehmen auf KI-Technologie umstellen, und das wird schwaches Umsatzwachstum bedeuten, das sich weiter verlangsamt. Schwartz erwähnte auch holprige Produkteinführungen, Zweifel an der tatsächlichen Wettbewerbsposition von Adobe, mangelndes Interesse der Investoren an Software-Aktien derzeit sowie sinkende Gewinnmargen im Vergleich zum Vorjahr.

Aktienentwicklung hinkt dem Technologiesektor deutlich hinterher

Die Aktie fiel am Dienstag um 2,6%. Seit Jahresbeginn bis Montag ist der Kurs bereits um 6,4% gesunken. Dies folgt auf Rückgänge von mehr als 20% in den Jahren 2024 und 2025. Adobe hat seit Ende 2023 mehr als 45% seines Wertes verloren.

Im Vergleich dazu haben andere Tech-Aktien deutlich besser abgeschnitten. Ein Fonds, der Softwareunternehmen abbildet, ist im gleichen Zeitraum um fast 30% gestiegen. Als KI-Gewinner geltende Unternehmen wie Microsoft, Oracle und Palantir Technologies haben sich gut entwickelt. Der Nasdaq 100 Index ist dank der „Magnificent Seven“ um mehr als 50% gestiegen.

Software-as-a-Service-Unternehmen stehen unter Druck. Investoren glauben, dass die Angebote von KI-orientierten Startups Kunden abwerben und das Wachstum beeinträchtigen werden.

Oppenheimer war im Januar nicht das einzige Unternehmen, das Adobe abgestuft hat. BMO Capital Markets senkte die Bewertung letzte Woche auf „Market Perform“. Das Unternehmen sieht wachsenden Wettbewerbsdruck im Kreativmarkt und rechnet nicht mit positiven Nachrichten. Jefferies hatte zuvor auf „Halten“ abgestuft und darauf hingewiesen, dass ein Umsatzschub durch KI bislang ausgeblieben ist. Das Wachstum hat sich tatsächlich seit dem Geschäftsjahr 2023 verlangsamt, auch in den ersten Prognosen des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2026.

Goldman Sachs-Analystin Gabriela Borges begann am 11. Januar mit einer „Verkaufen“-Bewertung für Adobe. Zuvor hatte das Unternehmen eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Borges schrieb, dass Adobe technologische Veränderungen in der Vergangenheit gut gemeistert habe, aber KI sei anders. Sie macht Design-Tools für jedermann zugänglich, wodurch weniger Menschen Adobes professionelle Software benötigen.

Bewertungsbedenken treten hinter Konkurrenzsorgen zurück

BMO senkte auch das Kursziel von 400 auf 375 Dollar. Die Firma sagte, dass Adobes Bewertung nicht das eigentliche Problem sei. Das größere Thema sei der zunehmende Wettbewerbsdruck im Kreativsoftwarebereich. BMO sieht Adobe nun auf dem letzten Platz in seiner Coverage-Gruppe und bevorzugt die Konkurrenten Salesforce und HubSpot.

Umfragedaten untermauern diese Bedenken. BMO fand heraus, dass inzwischen mehr als 50% der Studenten Canva anstelle von Adobe nutzen. Fast die Hälfte der Freiberufler verlässt sich auf Canva, gegenüber etwa 10%, die ausschließlich Adobe verwenden. Über die Hälfte der Nutzer gab an, mit beiden Tools zu arbeiten. BMO hält das angesichts der früheren Dominanz von Adobe für eine schlechte Nachricht.

Canva wird voraussichtlich irgendwann 2026 oder 2027 an die Börse gehen. Das dürfte die Lage für Adobe wohl noch schwieriger machen. Die Aktie ist im vergangenen Jahr um rund 20% gefallen und hat damit schlechter abgeschnitten als der Software-Sektor insgesamt.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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