Auch wenn der CEO von Nvidia behauptet, dass eine solche Technologie weit außerhalb unserer aktuellen Möglichkeiten liegt, haben seine Kommentare zu einer hypothetischen „God AI“, die auf „biblischen“ oder „galaktischen“ Zeitlinien existieren könnte, Kontroversen ausgelöst.
Der Chef des riesigen Chip-Herstellers, Jensen Huang, äußerte sich dazu, als er über die Zukunft der künstlichen Intelligenz sprach. Er definierte diese hypothetische „God AI“ als etwas, das die ultimative Beherrschung über menschliche Sprache, Gene, chemische Strukturen, Proteine, Aminosäuren und Physik erlangen könnte.
Huang war jedoch darauf bedacht, jede Vorstellung zu widerlegen, dass eine solche Technologie entweder bereits verfügbar sei oder in naher Zukunft verfügbar sein werde.
Kein Unternehmen ist nahe daran, eine solche Technologie zu erschaffen
„God AI wird nicht nächste Woche auftauchen, da bin ich mir ziemlich sicher“, sagte Huang. „Und God AI wird auch nicht im nächsten Jahr erscheinen, aber die ganze Welt muss nächste Woche, nächstes Jahr, im nächsten Jahrzehnt voranschreiten.“
Der Nvidia-CEO betonte, dass derzeit kein Unternehmen glaubt, auch nur annähernd in der Lage zu sein, eine derart mächtige KI zu erschaffen, und dass es den Forschern an jeglicher realistischen Fähigkeit fehlt, sie zu entwickeln. Trotz der dramatischen Begriffe hob Huang hervor, dass die Gesellschaft nicht auf diese hypothetische Technologie warten müsse, um Fortschritte zu erzielen.
Die Aussagen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem generative KI weiterhin Hunderte von Milliarden Dollar an Finanzierungen erhält, wobei Befürworter vorhersagen, dass sie die Gesellschaft stärker verändern wird als jede andere menschliche Innovation. Huang bezeichnete KI als den nächsten wichtigen Schritt für die Computerindustrie und erklärte, dass Unternehmen diese Systeme in ihre Prozesse integrieren müssten, so wie viele bereits im Alltag auf KI zurückgreifen.
Unterdessen haben andere Branchenführer verschiedene Prognosen über die Zukunft der KI abgegeben. Demis Hassabis von Google DeepMind warnte, dass künstliche allgemeine Intelligenz, also KI mit menschlichen Fähigkeiten, möglicherweise eintrifft, bevor die Gesellschaft auf die Folgen vorbereitet ist. Im Gegensatz dazu erklärte Sam Altman von OpenAI, dass das Erreichen dieses Zustands möglicherweise geringere gesellschaftliche Auswirkungen haben wird, als viele erwarten.
Im vergangenen Jahr löste der Podcast-Moderator Joe Rogan eine Debatte aus, indem er behauptete, dass Jesus, sollte er zurückkehren, dies „auf jeden Fall“ als künstliche Intelligenz tun würde.
Wachsende Besorgnis über Risiken fortgeschrittener KI
Die Diskussion über fortgeschrittene KI findet vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Risiken dieser Technologie statt. Bill Gates, Mitbegründer von Microsoft, forderte kürzlich Eingriffe durch Leitplanken und Regulierung, um die Entwicklung und den Einsatz von KI zu steuern. Gates warnte, dass die Technologie die Schaffung von Bioterrorismus-Waffen ermöglichen könnte, die eine größere Gefahr für die Menschheit darstellen als die COVID-19-Pandemie.
Huangs Bemerkungen haben eine Debatte darüber ausgelöst, ob solche Prognosen echte Warnungen hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung der Technologie darstellen oder lediglich als Marketing dienen, um Nvidias Position auf dem wettbewerbsintensiven KI-Markt zu sichern. Das Unternehmen stellt Chips her, die einen Großteil der Infrastruktur der KI-Industrie antreiben.
Die Diskussion unterstreicht die weitergehenden Bedenken darüber, wohin sich die KI-Entwicklung bewegt und ob die derzeitigen Kontrollen ausreichen. Während einige Gespräche über „God AI“ als harmlose Spekulation oder Firmenpropaganda betrachten, sehen andere darin eine Erinnerung daran, dass das schnelle Wachstum der KI zu Ereignissen führen könnte, auf die die Menschheit nicht vorbereitet ist.
Laut Huang ist das Konzept derzeit nur eine Theorie und keine Realität. Nach dem Zeitrahmen des Managers würde ein solcher Fortschritt, falls überhaupt, weit außerhalb der Lebenszeit der heutigen Generation liegen.
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