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Michael Saylor entfacht Debatte über das Bitcoin-Treasury-Modell

Michael Saylor entfacht Debatte über das Bitcoin-Treasury-Modell

CointurkCointurk2026/01/13 20:13
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Von:Cointurk

Während die Kritik an Bitcoin-Treasury-Unternehmen zunimmt, hat einer der umstrittensten Akteure in diesem Bereich, Michael Saylor, nicht geschwiegen. Stattdessen hat er leidenschaftlich auf die Kritik reagiert und damit die öffentliche Debatte neu entfacht. In einem Gespräch im Podcast „What Bitcoin Did“ am 12. Januar antwortete Saylor energisch auf die Frage des Moderators Danny Knowles zur Nachhaltigkeit von über 200 Unternehmen, die sich Geld leihen, um Bitcoin zu kaufen.

Bitcoin-Treasuries stehen vor herausfordernden Zeiten

Saylors Reaktion fällt in eine kritische Phase für Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Aktuelle Daten zeigen, dass etwa 40 % der Top-100-Bitcoin-Treasuries unter ihrem Marktwert gehandelt werden, was die Beschaffung von neuem Kapital erschwert. Darüber hinaus haben über 60 % dieser Unternehmen Bitcoin zu höheren Preisen erworben als dem aktuellen Wert. Einige mussten einen Kursverfall ihrer Aktien um nahezu 99 % hinnehmen.

Geschäftsmodell von Strategy auf dem Prüfstand

Strategy, ehemals als MicroStrategy bekannt und von Saylor gegründet, steht im Zentrum der Kritik. Die Finanzberichte des Unternehmens befeuern die Debatte zusätzlich. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erwirtschaftete Strategy etwa 125 Millionen US-Dollar operativen Cashflow aus dem Kerngeschäft, der Business-Intelligence-Software. Im selben Zeitraum nahm das Unternehmen jedoch über 50 Milliarden US-Dollar durch Aktien, Vorzugsaktien und Wandelanleihen auf, wobei nahezu alle Mittel zum Kauf von Bitcoin verwendet wurden. Im Wesentlichen werden über 99 % der Bitcoin-Treasury des Unternehmens durch Wertpapieremissionen und nicht durch operative Gewinne finanziert. Die Software-Sparte bleibt zwar profitabel, ist aber in ihrer aktuellen Größe nicht in der Lage, Bitcoin-Ankäufe oder Dividenden- und Zinszahlungen zu decken.

Heute ist Strategy der weltweit größte Unternehmenshalter von Bitcoin und verfügt über mehr als 650.000 Bitcoins – etwa das Zwölffache der Bestände der nächstgrößten Konkurrenten.

Die Verbreitung des „Bitcoin-Treasury“-Trends

Saylors Einstieg in den Bitcoin-Kauf durch Aktienemission im Jahr 2020 löste einen neuen Markttrend aus. Die Aktien von Strategy stiegen um mehr als das Zehnfache und inspirierten bis 2024 zahlreiche Unternehmen weltweit. Einige Firmen konzentrieren sich nun vollständig auf den Erwerb von Bitcoin, anstatt Produkte zu entwickeln oder Dienstleistungen anzubieten, um den Aktionärswert durch finanzielle Konstrukte zu steigern.

Laut BitcoinTreasuries.net halten mittlerweile mehr als 200 Unternehmen Bitcoin in ihren Bilanzen und verfügen gemeinsam über etwa 1,1 Millionen Bitcoin, was einem Vermögenswert von nahezu 100 Milliarden US-Dollar entspricht.

Metaplanet und weitere umstrukturierte Unternehmen

Das in Japan ansässige Unternehmen Metaplanet ist ein Beispiel für diesen Wandel. Einst Betreiber von Hotels im ganzen Land, besitzt das Unternehmen heute keine Immobilien mehr. Das gesamte Geschäftsmodell basiert darauf, sich Geld zu leihen, Aktien zu verkaufen und die Erlöse zum Kauf von Bitcoin zu nutzen. Ähnlich agieren Unternehmen wie Nakamoto, Strive und das in Brasilien ansässige OranjeBTC als börsennotierte Vehikel, die Zugang zu Bitcoin ermöglichen.

Saylor: „Die Einführung von Bitcoin ist wie die Umarmung von Elektrizität“

Saylor weist die Kritik zurück und sieht das Bitcoin-Treasury-Modell als natürliche Folge des technologischen Fortschritts:

„Warum sollte es irrational sein, wenn ein Unternehmen bessere Technologie übernimmt? Das ist, als würde man den Wechsel zur Elektrizität hinterfragen.“

Kritiker merken an, dass die Einführung von Elektrizität jedoch keine fortlaufende Kreditaufnahme oder komplexe Finanzstrukturen erforderte. Saylor hingegen argumentiert, dass jedes Unternehmen – unabhängig von der Rentabilität – berechtigt sei, sich auf Bitcoin zu verlagern, da sogar verlustbringende Firmen Defizite durch die Wertsteigerung von Bitcoin ausgleichen könnten.

„Kein Wettbewerb, genug Platz für alle“

Auf die Frage, ob Treasury-Unternehmen miteinander konkurrieren, antwortete Saylor unmissverständlich:

„Wir konkurrieren nicht. Schon die Frage ist ignorant. Es gibt genug Platz für 400 Millionen Unternehmen, die Bitcoin erwerben können.“

Kritiker stellen jedoch das Konzept infrage, Bitcoin-Ankäufe zu einem eigenständigen Geschäftsmodell zu machen. Strategy hat dazu bislang keine weiteren Klarstellungen abgegeben.

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