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Die rätselhafte Haltung der SEC zur Beschlagnahmung von Venezuelas Bitcoin durch die USA

Die rätselhafte Haltung der SEC zur Beschlagnahmung von Venezuelas Bitcoin durch die USA

CryptotaleCryptotale2026/01/13 11:44
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Von:Cryptotale
  • Der SEC-Vorsitzende erklärte, dass jegliche US-Maßnahmen bezüglich Venezuelas Bitcoin-Vermögenswerte außerhalb der Zuständigkeit der SEC liegen.
  • Behauptungen, dass Venezuela bis zu 600.000 Bitcoin besitzt, sind von Blockchain-Analysten bislang nicht verifiziert worden.
  • US-Gesetzgeber konzentrieren sich auf Regeln für den Kryptomarkt, während Fragen zu Venezuelas Bitcoin weiterhin ungelöst bleiben.

Der Chef der US-Wertpapieraufsicht hat sich von jeglichen möglichen US-Schritten zur Beschlagnahmung der angeblichen Bitcoin-Reserven Venezuelas im Wert von 60 Milliarden Dollar distanziert. Seine Äußerungen werfen Zweifel an einer der dramatischsten Behauptungen auf, die derzeit in den globalen Kryptomärkten kursieren.

In einem Fernsehinterview sagte der SEC-Vorsitzende Paul Atkins, Entscheidungen über die Beschlagnahmung ausländischer Vermögenswerte lägen außerhalb der Zuständigkeit der Securities and Exchange Commission. 

„...Das überlasse ich anderen innerhalb der Administration... Ich bin daran nicht beteiligt“, antwortete Paul Atkins auf die Frage, ob die USA „diese Bitcoin wegnehmen würden“.

Selbst wenn Venezuela Bitcoin in dem berichteten Umfang hielte, würde die Umsetzung der Vorwürfe rechtliche Befugnisse, Zuständigkeit und einen nachgewiesenen Zugang zu den Private Keys erfordern. Keines dieser Elemente wurde jedoch bislang öffentlich belegt.

Ursprung und Grenzen der Bitcoin-Behauptungen

Die Kommentare erfolgen vor dem Hintergrund intensiver politischer und finanzieller Auseinandersetzungen rund um Venezuela und Bitcoin und auch nach jüngsten US-Maßnahmen im Zusammenhang mit der Führung des Landes. Einige Berichte deuten darauf hin, dass Venezuela über drei Hauptkanäle einen großen digitalen Reservebestand aufgebaut habe: Goldtransaktionen seit 2018, angeblich in Bitcoin abgerechnete Öleinnahmen und beschlagnahmte Vermögenswerte von inländischen Krypto-Minern.

Analysten weisen darauf hin, dass groß angelegte Bitcoin-Käufe vermutlich erkennbare Spuren hinterlassen würden, sofern sie nicht über komplexe Mittelsmänner und Verwahrstrukturen abgewickelt wurden. Diese Behauptungen stützen sich auf menschliche Geheimdienstquellen und nicht auf verifizierte Transaktionsdaten.

Die Berichte nannten auch den Geschäftsmann Alex Saab als zentrale Figur bei der Verwaltung angeblicher Krypto-Konversionen. Gerichtsunterlagen hatten zuvor offenbart, dass Saab als US-Informant tätig war und gleichzeitig Finanzoperationen mit Bezug zum venezolanischen Staat aufrechterhielt. Seine aktuelle Rolle, falls vorhanden, bei der Kontrolle digitaler Vermögenswerte ist bislang nicht bestätigt.

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Gesetzgeber konzentrieren sich auf Krypto-Regulierung, nicht auf Beschlagnahmen

Die Äußerungen des SEC-Vorsitzenden fielen mit erneuten legislativen Aktivitäten in Washington zusammen. Der Bankenausschuss des US-Senats plant, noch in dieser Woche über den Digital Asset Market Clarity Act, bekannt als CLARITY, abzustimmen.

Das Repräsentantenhaus hatte das Gesetz im Juli verabschiedet, doch der Fortschritt verlangsamte sich aufgrund eines 43-tägigen Government Shutdowns Ende letzten Jahres. Das Gesetz zielt darauf ab, die regulatorischen Zuständigkeiten US-amerikanischer Behörden zu klären und der Commodity Futures Trading Commission erweiterte Befugnisse im Bereich digitaler Vermögenswerte zu übertragen.

Banken und Krypto-Unternehmen äußerten Bedenken bezüglich der Regelungen zu Stablecoin-Belohnungen, während demokratische Abgeordnete für strengere Ethikregeln und eine klarere Behandlung dezentraler Finanzsysteme plädieren. Da der Wahlkampf für die Zwischenwahlen begonnen hat und ein weiterer Regierungsstillstand droht, bleibt der Zeitplan des Gesetzes weiterhin unsicher.

Dennoch konzentrieren sich die Gesetzgeber weiterhin auf Marktstruktur und Aufsicht, nicht auf die Beschlagnahme ausländischer Vermögenswerte. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der SEC-Vorsitzende klare Grenzen für die Rolle seiner Behörde gezogen und die Fragen zu Venezuela und Bitcoin in den Bereich unbelegter Behauptungen und behördenübergreifender Entscheidungen verwiesen – und nicht in die Zuständigkeit der Wertpapieraufsicht.

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