Nach gemischten US-Arbeitsmarktdaten steigt der Goldpreis leicht an
Huitong News, 10. Januar – Die US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft sind gemischt ausgefallen, der Markt verarbeitet diese Nachricht, weshalb der Goldpreis sich stabilisiert und an Stärke gewinnt. Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve sowie anhaltende geopolitische Risiken stützen weiterhin die Nachfrage nach Gold.
Am Freitag (9. Januar) während der US-Handelszeit stieg der Spot-Goldpreis leicht an, während Investoren die gemischten US-Arbeitsmarktdaten bewerteten. Spot-Gold wurde während der Sitzung bei etwa 4.490 US-Dollar gehandelt, nachdem es sich am Donnerstag von der 4.400-Dollar-Marke erholt hatte.
Die vom US Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Daten zeigen, dass das Beschäftigungswachstum im Dezember nachließ. Die US-Wirtschaft schuf 50.000 neue Arbeitsplätze, weniger als die Markterwartung von 60.000 und auch weniger als die revidierten 56.000 im November. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote leicht von 4,6 % auf 4,4 %, was unter den erwarteten 4,5 % lag.
In Bezug auf die Geldpolitik wurden die schwächer als erwarteten Nonfarm-Payrolls durch die niedrigere Arbeitslosenquote ausgeglichen, was das Vertrauen des Marktes stärkte, dass die Federal Reserve auf der Sitzung am 27.–28. Januar die Zinssätze unverändert lassen wird. Dennoch rechnet der Markt weiterhin mit etwa zwei Zinssenkungen im Laufe dieses Jahres. Gold profitiert normalerweise von einem Umfeld mit niedrigen Zinsen, da sinkende Renditen die Opportunitätskosten für das Halten von nicht verzinslichem Metall verringern.
Mit Blick auf die Zukunft wird der Markt sein Augenmerk auf den vorläufigen Michigan Consumer Sentiment Index für Januar richten, einschließlich der Verbraucherwartungen sowie der kurz- und langfristigen Inflationserwartungen.
Der Markt wird auch die Reden des Richmond-Fed-Präsidenten Thomas Barkin und des Minneapolis-Fed-Präsidenten Neel Kashkari verfolgen, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick zu erhalten.
Nachdem die USA die Regulierung der Ölexporte aus Venezuela ausgeweitet haben, konzentriert sich der Markt weiterhin auf die zunehmenden geopolitischen Risiken. Zuvor hatte es in Caracas militärische Aktionen gegeben. Die neuen kontroversen Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zur Annexion Grönlands beunruhigen ebenfalls die Marktstimmung. Darüber hinaus verschärfen die zunehmenden Unruhen im Iran sowie die wieder aufflammenden Spannungen zwischen Japan und China die Vorsicht am Markt, was die Risikobereitschaft dämpft und die Goldnachfrage stützt.
Trump erklärte am Freitag auf TruthSocial, dass Venezuela politische Gefangene freilasse und die USA mit Caracas zusammenarbeiteten, um dessen Öl- und Gasindustrie wieder aufzubauen. Er fügte hinzu, dass die ursprünglich geplante zweite Angriffswelle abgesagt worden sei, US-Schiffe jedoch weiterhin vor Ort bleiben würden, „um die Sicherheit zu gewährleisten“. Trump gab außerdem an, dass er heute im Weißen Haus mit führenden Managern großer Ölgesellschaften zusammentreffen werde, wobei das Investitionsvolumen etwa 100 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
Der Markt beobachtet auch die Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof der USA am Freitagabend zur Rechtmäßigkeit der von der Trump-Regierung auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erhobenen Zölle. Zuvor hatten untergeordnete Gerichte entschieden, dass die Regierung mit der Erhebung umfassender Zölle ihre Befugnisse überschritten habe.
Der Markt achtet zudem auf Nachrichten bezüglich des nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve. Berichten zufolge erklärte Trump, er habe „bereits eine Entscheidung getroffen“, habe das Thema jedoch noch nicht besprochen. Finanzminister Scott Bessent erklärte anschließend, Trump habe sich noch nicht mit einem der vier verbleibenden Endkandidaten getroffen, und eine entsprechende Ankündigung werde möglicherweise rund um seine Teilnahme am Davos-Forum in zwei Wochen gemacht.
Was die Daten betrifft, so zeigten die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 3. Januar leicht auf 208.000 anstiegen, was etwas unter den Markterwartungen von 210.000 lag; die Zahl der von Challenger im Dezember angekündigten Unternehmensentlassungen fiel auf 35.553, den niedrigsten Stand seit Juli 2024. Darüber hinaus verringerte sich das US-Handelsdefizit im Oktober deutlich auf 29,4 Milliarden US-Dollar, den niedrigsten Wert seit Juni 2009 und deutlich unter den erwarteten 58,1 Milliarden US-Dollar.
(Spot-Gold Tageschart Quelle: EasyHuitong)
Aus technischer Sicht befindet sich Spot-Gold in einer Konsolidierungsphase und hat sich nach dem jüngsten Anstieg stabilisiert. Die Gesamtrichtung bleibt weiter bullisch, da der Goldpreis über dem aufwärtsgerichteten 21-Tage einfachen gleitenden Durchschnitt (etwa 4.387 US-Dollar) liegt.
Auf der Unterseite bildet der Bereich 4.400–4.380 US-Dollar die erste wichtige Unterstützungszone. Ein Bruch dieses Bereichs könnte einen Rückgang in Richtung des 50-Tage einfachen gleitenden Durchschnitts (etwa 4.231 US-Dollar) auslösen und weiteren Spielraum für eine Korrektur eröffnen.
Auf der Oberseite gilt 4.500 US-Dollar als unmittelbarer Widerstand. Ein nachhaltiger Durchbruch dieses Niveaus würde den Fokus wieder auf das Rekordhoch (etwa 4.549 US-Dollar) und möglicherweise darüber hinaus lenken.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei etwa 64 und bleibt über der Mittellinie, was weiterhin auf bullisches Momentum hindeutet. Der Average Directional Index (ADX) liegt bei 22, was auf einen moderaten Trend hinweist, der im Vergleich zum vorherigen Hoch nachgelassen hat und auf ein Nachlassen des Momentums in der Folgezeit deutet.
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